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Anfahrt:
Boppard ist gut erreichbar über die A 61. Von der Abfahrt Boppard sind es noch 8 Kilometer hinunter ins Rheintal.
Es gibt eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen am Rheinufer, teilweise unmittelbar in der Nähe der Burg, ein kleines Parkhaus liegt oberhalb der Altstadt in der Nähe des Bahnhofs (Parkleitsystem „P1“ folgen), von dort 2-3 Gehminuten zur Burg.
Parkplätze :
Kostenlose und kostenpflichtige Parkplätze.
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Boppard besitzt Reste mehrerer historischer Wehranlagen.
Der Kern der Altstadt steht auf dem Gelände eines spätrömischen Kastells,
das auch nach dem Ende der Römerherrschaft als Zivilsiedlung weiter bestand.
Im 14. Jahrhundert wurden die Mauern das Kastells zu eng. Darum vergrößerte
man das Stadtgebiet und sicherte es durch mittelalterliche Stadtmauern.
Zum Rhein hin wurde das Siedlungsgebiet um 60 Meter vorgeschoben, rheinauf- und abwärts
legte man eine Ober- und Unterstadt an. Ein eindrucksvoller Mauerzug erstreckt sich entlang
der Bahnlinie im Süden der Altstadt. Im Mauerverlauf entlang des Rheins finden sich noch
mehrere Toranlagen, heute meist in der späteren Bebauung aufgegangen .
Direkt am Rheinufer, knapp östlich des spätrömischen Kastellareals, im Bereich der
„Oberstadt“, ließ 1340 Erzbischof Balduin von Trier eine Zollburg errichten.
Die Burg war ursprünglich eine rechteckige Vierflügelanlage (Kastellburg), die durch ein
Trockengrabensystem von der Stadt getrennt war. Dafür ließ Erzbischof Balduin sogar
den nordöstl. Eckturm der römischen Kastellmauer (Reste am Hotel „Römerburg“
gegenüber der Burganlage) abbrechen.
Ältester, erhaltener Teil der Anlage ist der fünf Stockwerke umfassende,
33 Meter hohe Bergfried, eigentlich ein Wohnturm,
der bis auf den Einbau der Fenster und des Dachs unbeschadet sechs Jahrhunderte überdauert hat.
Über eine hölzerne Brücke besaß er ursprünglich seinen Zugang im 3 Stockwerk.
In seinem Inneren finden sich u. a. Reste einer Kapelle (4. Stock) mit Wandmalereien
und im Obergeschoß ein in das letzte Stockwerk eingehängtes Gefängnis. Die ehemalige
„Wehrplatte“, das heutige oberste Stockwerk, besitzt unter dem umlaufenden Rundbogenfries
sog. „Maschikulis“ (Wurfschächte). Nach einem Brand um 1499 und
nochmals im 17. Jahrhundert wurde die Burg stark verändert. Vier runde Ecktürme
ergänzten die Anlage. Die rheinseitigen Ecktürme wurden im 19. Jahrhundert wieder abgebrochen.
Das Grabensystem ist heute aufgefüllt, aber als Strassenverlauf noch gut erkennbar.
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