Wappen von Sontra
Burg Boyneburg / Sontra-Wichmannshausen - Hessen
Historie


1107 erstmalige Erwähnung mit dem Namen "Bemelburg", nach ihrer Zerstörung, von Heinrich V.. Der Grund der Zerstörung war angeblich Räuberei² die von dieser Burg aus ging.

1144 befand sich die Burg im Besitz der Northeimer Grafen. Danach ging die Burg in den Besitz des Reichs über und wegen ihrer strategisch günstigen Lage (zwischen Wetterau, Nordharz und Thüringen) wurde die Burg zu einem wichtigen Stützpunkt.

1150 und 1158 Bauarbeiten an der Burg durch Abt Marquard von Fulda, der sich selbst in seinem Bericht damit rühmt.

Zwischen 1152-1190 besuchte Kaiser Friedrich I. Barbarossa die Burg dreimal.

1166 hielt Barbarrosa ein Hoftag auf der Boyenburg ab.

1188 stiftete Friedrich Barbarossa der Boyneburg eine Kapelle.

In der folgenden Zeit, waltete die Gemeinschaft der Reichsministerialen uneingeschränkt auf der Burg.

Ab Mitte des 13 Jhdt. war sie in drei Zweige geteilt.

1292 wurde die Boyneburg mit der Stadt Eschwege von König Adolf v. Nassau dem hessischen Landgrafen als erbliches Reichslehen überlassen und damit in den Reichfürstenstand erhoben. Der Landgraf war darüber nich erfreut, weil die Reichsministrialen diese erst im 15. Jhdt. als Lehnsherren anerkannten.

1626²/27 (Im 30j. Krieg) wurde die Burg von Tilly'schen Truppen² geplündert und 1637 von den Kroaten² gebrandschatzt.

Bis 1672 saß noch ein Burgvogt auf der Burg.
Danach blieb die Burg unbewohnt und wurde als Steinbruch freigegeben.

Die Burg ist noch heute im Besitz der Familie v. Boyneburg.

(Quellen:
Uwe Fiedler
- Archäologische Denkmäler in Hessen 98 - Die Boyneburg bei Sontra-Wichmannshausen. Wiesbaden, 1992;
²) Rudolf Knappe - Mittelalterliche Burgen in Hessen. Gudensberg, 2000)

 

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