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Eilenburg / Eilenburg - Sachsen |
Historie
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Eine erste ovale slawische Befestigungsanlage trug der Burgberg bereits Anfang des 9. Jh. Sie war Mittelpunkt des Gaues Quezici und hatte die beträchtliche Größe von 220 mal 180 Metern. Im Jahre 1000 wird die Burg als Zentrum eines Burgwardes genannt. Die Eilenburger Linie des Hauses Wettin hatte den Burgwardbezirk seit 999 als Lehen. In dieser Zeit wurde der südöstliche Teil der Burg durch einen Graben von der Gesamtanlage abgeteilt. Es entstand dadurch eine Hauptburg. Mit dem Aussterben der Eilenburger fiel die Herrschaft an den Markgrafen von Meißen, Konrad von Wettin. Dietrich der Bedrängte, Markgraf von Meißen, richtete um 1200 eine Vogtei in der Burg ein. Die als Vögte eingesetzte Ministerienfamilie nannte sich ebenfalls von Eilenburg (später Eulenburg). Sie erbauten mit hoher Wahrscheinlichkeit eine steinerne Burganlage. Über deren Aussehen gibt es keine Anhaltspunkte. Im 14. Jh. wurde die Burg umfassend umgestaltet. Es entstanden die bis zu 9 Meter hohe Ringmauer und drei Türme aus Backstein. Die Herren von Eilenburg verkauften die Herrschaft 1376 an Thimo von Colditz. 1386 wurde die Burg in der Merseburger Bischofsfehde zerstört. 1402 kaufte Markgraf Wilhelm I. die Burg und errichtete sie völlig neu. Die Anlage erhielt den Charakter eines landesherrschaftlichen Amtes. 1644 eroberten die Schweden die Burg. In der Folgezeit verfiel die bei der Eroberung beschädigte Anlage. Die bis in jüngste Zeit genutzten Gebäude, das Amtshaus und das Gefängnis entstanden im 17./18. Jh. 1972 drohte der Bergfried einzustürzen. Er wurde daraufhin gesprengt und völlig beseitigt. 1993 brannte das Amtshaus aus. Seit den 90er Jahren erfolgen umfassende Sanierungsarbeiten an der Burganlage. (Quelle: Gerhard Billig/ Heinz Müller - Burgen - Zeugen sächsischer Geschichte. Neustadt a. d. Aisch, 1998) |
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