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Autor Betreff: Vergessenes Burgenland Schleswig-Holstein - Kiel 09/13
kaiser
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Motto: Wo eine Burg ist, ist auch ein Weg ... und wenn nicht, auch egal. ;)

exclamation.gif Verfasst am: 10-8-2013 um 13:35
Vergessenes Burgenland Schleswig-Holstein - Kiel 09/13


Prof. Dr. Oliver Auge / Stefan Inderwies M.A., Professur für
Regionalgeschichte mit Schwerpunkt zur Geschichte
Schleswig-Holsteins im Mittelalter und Früher Neuzeit an der Christian-
Albrechts-Universität zu Kiel; gefördert vom Schleswig-Holsteinischen
Heimatbund; sowie der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein
20.09.2013-22.09.2013, Kiel, Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek
Kiel, Sparkassenakademie Kiel-Mettenhof
Deadline: 13.09.2013

Burgen spielten im Mittelalter in vielerlei Hinsicht eine zentrale Rolle
bei der Herrschaftsausübung. Ein Blick in verschiedene Regionen
Mitteleuropas - etwa nach Süddeutschland - lässt Burgen als
Repräsentations- und Wehrbauten der Vergangenheit heute noch
hervortreten. Doch wie verhält es sich mit Regionen wie dem heutigen
Schleswig-Holstein, in welchen kaum etwas an die Existenz von Burgen
erinnert?

Dass es hier ebenfalls zahlreiche Burgen gab, ist bekannt.
Bedauerlicherweise steht diesem Umstand ein defizitärer historischer und
archäologischer Forschungsstand gegenüber. Zwar wurden im 20.
Jahrhundert einige frühmittelalterliche Anlagen und landesherrliche
Burgen untersucht, doch die zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert in
einer bemerkenswerten Fülle entstandenen Turmhügelburgen des Niederadels
blieben meist unbeachtet und das, obwohl es sich hierbei um den
häufigsten Burgentyp in Schleswig-Holstein handelte.

Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem dichter werdenden Netz
von Motten, deren Anzahl im Spätmittelalter drastisch anstieg, kann vor
allem hinsichtlich der Sozialgeschichte des niederen Adels neue
Erkenntnisse liefern, zumal die im Mittelpunkt stehenden Anlagen als
integrale Elemente adeligen Lebens, Wirkens und Herrschens verstanden

werden müssen. Die Aufarbeitung dieses als Teil eines europäischen
Phänomens zu wertenden Kulturtransfers innerhalb des
Untersuchungsgebietes Schleswig-Holsteins ist ein Novum in der modernen
Burgenforschung Nordelbiens. Da mit Holstein, Dithmarschen, Stormarn und
Lauenburg nicht nur Gebiete des Reiches berücksichtigt, sondern mit
Schleswig und Nordfriesland auch historische Räume Dänemarks einbezogen
werden, sind vielversprechende Ergebnisse aufgrund der zwei historisch
verschiedenen - bisweilen gegensätzlichen - Rechtssituationen zu
erwarten.

Die internationale Fachtagung mit dem provokant gewählten Titel

"Vergessenes Burgenland Schleswig-Holstein. Die Burgenlandschaft
Nordelbiens im Hoch- und Spätmittelalter"

möchte sich dieses Themas endlich annehmen. Ausgewiesene Burgenexperten
sollen den aktuellen Forschungsstand skizzieren, neue Ergebnisse
präsentieren und erörtern, wie dem "vergessenen Burgenland"
Schleswig-Holstein die bislang vermisste Aufmerksamkeit zuteil werden
kann.

Die am 20./21. September 2013 in der Sparkassenakademie
Schleswig-Holstein stattfindende und vom Schleswig Holsteinischen
Heimatbund sowie der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein finanzierte
Fachtagung wird von einer am 22. September 2013 stattfindenden Exkursion
zu ausgewählten Burgstellen in Ostholstein ergänzt.

Eine Tagungsgebühr wird in Höhe von 15,00EUR (Studierende 5,00EUR)
erhoben.
Für die Teilnahme an der optionalen Exkursion wird eine
Aufwandsentschädigung in Höhe von 35,00EUR fällig. Darin enthalten sind
Transfer- und Verpflegungskosten.

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Freitag, 20.09.2013

Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek
(Sartori & Berger-Speicher, Kiel)

19.00Uhr
Öffentlicher Abendvortrag

Grußwort: Jutta Kürtz, Landesvorsitzende des SHHB

Burgen in Schleswig-Holstein
Joachim Reichstein, Fahrdorf
(Moderation: Oliver Auge, Kiel)


Samstag, 21.09.2013

Sparkassenakademie Schleswig-Holstein (Kiel-Mettenhof)

9.30Uhr
Begrüßung

Moderation: Andreas Bihrer, Kiel

10.00Uhr - 10.45Uhr
Die Burgenlandschaft in Südwestdeutschland
Thomas Zotz, Freiburg

10.45Uhr - 11.30Uhr
Die Burgenlandschaft einer "Nachbarregion" - Das Beispiel Dänemark
Rainer Atzbach, Aarhus

11.30Uhr - 12.15Uhr
Turmhügelburgen in Mecklenburg-Vorpommern
Felix Biermann, Göttingen

12.15Uhr - 13.15Uhr
Mittagspause

Moderation: Donat Wehner, Kiel

13.15Uhr - 14.00Uhr
Die Burgenlandschaft in Niedersachsen
Arnd Reitemeier, Göttingen

14.00Uhr - 14.45Uhr
Schleswig-Holstein: Geschichtswissenschaftliche und archäologische
Forschungsbilanz
Oliver Auge, Kiel,
Ulrich Müller, Kiel

14.45Uhr - 15.30Uhr
Die Motten Schleswig-Holsteins aus Sicht der archäologischen
Denkmalpflege
Ulf Ickerodt, Schleswig

15.30Uhr - 16.00Uhr
Kaffeepause

Moderation: Nina Kühnle, Kiel

16.00Uhr - 16.45Uhr
Burgen als Handlungsorte im nordöstlichen Elbraum
Christian Frey, Braunschweig

16.45Uhr - 17.30Uhr
Burg und Landesherrschaft in Schleswig-Holstein
Ortwin Pelc, Hamburg

17.30Uhr - 18.15Uhr
Burg und Adel in Schleswig-Holstein
Stefan Inderwies, Kiel


Sonntag, 22.09.2013

9.00Uhr - 17.00Uhr
Exkursion zu ausgewählten Burgstellen in Schleswig-Holstein
Leitung: Joachim Reichstein, Oliver Auge

[Bearbeitet am 10-8-2013 von kaiser]




mit freundlichen Grüßen aus dem bayer. Oberland

Olaf

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