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Autor Betreff: Ruine Wiesneck
freiBURGer
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[*] Verfasst am: 28-11-2012 um 23:18
Ruine Wiesneck


Hallo MitforumsBu(e)rger,

hat jemand von Euch vielleicht weitere Infos zur Ruine Wiesneck bei Buchenbach (in der Nähe von Freiburg in Südbaden).

Am besten wäre ein Grundriss, falls so was existiert.
Außerdem würde mich interessieren als was ihr das Mauerstück interpretiert: Teil einer Schildmauer, eines Bergfrieds oder einfach eines (Wohn-)Gebäudes ?

Vielen Dank
:)



http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Wiesneck
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Johannes
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[*] Verfasst am: 29-11-2012 um 19:12


Grundriss der Burg findest du im Krahe - Burgen des deutschen Mittelalters, Grundriss Lexikon.

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freiBURGer
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Beiträge: 7
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[*] Verfasst am: 30-11-2012 um 00:14


Vielen Dank,

werde ich mir so bald wie möglich über unsere Bibliothek fern leihen.

:)
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BennoR
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[*] Verfasst am: 7-1-2013 um 16:16


Hallo
Haben sie es schon mal im Grundrisslexikon der Burgen des Deutschen Mittelalters versuchtß
Laut Friedrich- Wilhelm-Krahe entstand die Burg um 1100. Der Grundriss im Lexikon befindet sich auf Seite 663. Viel Glück.
PS Das Buch ist noch erhältlich im Buchhandel.:blush:
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steimann
Moderator für Schweiz- und Liechtenstein-Foren
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[*] Verfasst am: 8-1-2013 um 16:45


Das Buch von Krahe wird immer mal wieder neu aufgelegt. Leider enthält es sehr viele Fehler und manche Grundrisse sind schlicht und einfach falsch oder entsprechen nicht dem neusten Stand der Forschung. Es empfiehlt sich, jeweils die Quelle, aus der Krahe abgezeichnet hat (falls angegeben) zu überprüfen.
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freiBURGer
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Beiträge: 7
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[*] Verfasst am: 13-1-2013 um 17:16


@Johannes u.BennoR :
Ja, vielen Dank für den Tipp :-)
Der Grundriss (aus dem Krahe) liegt mir mittlerweile vor.
Habe auch auf der Seite www.breisgau-burgen.de unter dem entsprechenden Eintrag einen Stahlstich gefunden.

@steinmann: Von der Kontroverse um Herrn Krahe bzw. um seine Grundrisse habe ich auch gehört.
Da ich allerdings nur ein sehr interessierter Laie bin, weiß ich nicht was ich in diesem Fall vom Grundriss der Wiesneck halten soll.
Als Quelle ist bei Krahe genannt: Kunstdkm. v. Baden Bd.6 S 287.
Vielleicht sollte ich mal versuchen da ran zu kommen (möglicherweise über die Stadtbibliothek von Freiburg....komme allerdings nicht mehr so oft im Jahr in die Heimat :-( .
Auf dieser Seite wird das auffragende Stück Mauer als Palasrest bezeichnet http://www.familienkultour.de/natur/baden-wuerttemberg/famil...

(möchte mich hier aber vom Erklimmen der Mauern wie im Artikel distanzieren!!!)
Ich schätze, ich muss trotzdem wieder mal hin. Bin in der Gegend aufgewachsen und die Wiesneck war eine "meiner ersten Burgen".

Viele freiBURGische Grüße





[Bearbeitet am 13-1-2013 von freiBURGer]
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Detlef Mewes
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Beiträge: 51
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[*] Verfasst am: 16-1-2013 um 21:04
Mauerstück


Hallo an alle!
Das Mauerstück zu interpretieren fällt auf der Grundlage des Fotos' schwer. Ich würde die Lage auf dem Burgplateau einschätzen. Ein weiterer Hinweis ist die Mauerstärke.
Wehrelemente wie Ringmauern, Türme oder Schildmauern haben eine Stärke von mindestens 1,5 m. Der "Standard" in Mitteldeutschland ist für solche Bauwerke eher 1,80 m.
Mehretagige Gebäude haben im Sockelbereich auch größere Mauerstärken als einetagige.
Insofern würde ich mal vorsichtig auf ein Wohn- oder Wirtschaftsbau tippen.
Du kannst beim nächsten Besuch ja einmal nachmessen.

Viele Grüße Detlef
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freiBURGer
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[*] Verfasst am: 7-7-2013 um 22:17


Hallo Detlef und alle anderen.

Ich habe gestern die Ruine Wiesneck nach gut 20 Jahren wieder besucht und das Mauerstück "vermessen".

Bitte bei meinen Interpretationen um Nachsicht, bin (leider) kein Archäologe.

Das noch immer stattliche Stück Mauer ist ca. 9,30 Meter lang, ca. 2,10 Meter breit und schätzungsweise jetzt noch 9 Meter (Angaben im Internet) hoch.
"Vorne" sitzt die Mauer teilweise auf dem Felsen auf; eine der beiden (äußeren Gebäude-)Ecken exisitiert noch mehr oder weniger
als Grundmauer, die andere (Ecke) fehlt komplett (abgestürzt oder aber zum Gewinn der Steine abgebrochen?)

Auffällig: das Mauerstück hat weder innen noch außen Öffnungen; keine Schießscharten oder gar (herrschaftliche) Fenster (mit steinernen Bänken)
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/50/Fra...

Außerdem scheint der äußere Teil unter anderem mit Dachziegeln gemauert zu sein. Ich glaube Balkenlöcher und auch einen breiten Streifen (über die gesamte Mauer hinweg) Putz(?) entdeckt zu haben.

Gedanke I (Mauer):
Ich könnte mir vorstellen, dass es sich hierbei möglicherweise tatsächlich um die äußere Mauer eines rechteckigen Palas (Schmalseite zum Tal hin) handelt. Die nur noch sehr niedrige Seitenmauer geht mit Unterbrechung auf der Seite weiter und besitzt noch (in ebenfalls sehr geringer Höhe, ein paar Zentimeter und mit Wurzeln verwachsen) ihre (von mir vermutete) Gegenseite.
Der "Innenraum" des "Gebäudes" ist abgesenkt (wie bei einem großen "Bombentrichter") und stark zugewachsen. Keine Ahnung ob es sich hier um einen vor Jahrhunderten eingefallenen Keller handeln könnte oder nicht.

Gedanke II (Mauer und weitere Reste):
In einem geringen Abstand hinter der nur noch Zentimeter hohen "Gegenseite" des Gebäude (zum Berg bzw. Burginneren hin) befindet sich noch ein rechtwinkliges Stück Mauer in schon wieder nur sehr geringer Höhe (ca 40 bis 50 cm)...Bergfriedrest ???

Gedanke III (Ruine Gesamt)
Die Ruine Wiesneck bietet einen sehr abenteuerlichen und für mich schwer erfassbaren Eindruck bzw. Grundriss: außer der beschriebenen Mauer und einem Stück Tormauer ist alles andere Gemauerte entweder verwuchert, nur noch ein paar Zentimeter hoch oder schlicht nicht mehr vorhanden. Mir ist eine Art "Ringwall" aufgefallen der sich vom Tor ausgehend früher vielleicht um die ganze Burganlage gezogen hat. Es hat mich ein bisschen an "Old Sarum" in England erinnert. Die Hauptburg liegt deutlich erhöht auf einem Bergkegel (natürlich oder künstlich?) Vielleicht handelte es sich im Kern um eine keltische (Flieh-)"Burg", da es in der Nähe nachweislich eine keltische Befestigung gegeben hat

http://de.wikipedia.org/wiki/Tarodunum.
Das ist aber pure Spekulation meinerseits.

Die Anlage muss ordentlich groß gewesen sein. Es wäre sehr schön (aber eher unwarscheinlich) wenn hier archäologisch korrekte Ausgrabungen stattfänden (laut Internet waren wohl die ein oder anderen Raubgräber über die Jahrhunderte da) und die wenigen Mauerreste fachmännisch gesichert werden könnten. Unterhalb "der Mauer" ist scheinbar vor einiger Zeit eine Art Vorwerk vom Bewuchs befreit worden. Es gibt laut Internet einen Wiesneckverein, der aber nicht viel ausrichten kann, da die Ruine einem Adligen aus dem Freiburger Raum gehört; wenn ich das richtig verstanden habe.
http://www.frsw.de/littenweiler/wiesneck.htm#Verein%20Burg%2...

Der Besuch hat für mich mehr Fragen aufgeworfen, als beantwortet. Als "Hobbyburgenkundler" bin ich leider hiermit an meine Grenzen gestossen :-(
Die Ruine ist aber trotzdem einen Besuch wert, auch wenn es keinen stolzen Berfried zu ersteigen oder einen tiefen Keller zu sehen gibt!
Vielen Dank für Euer Interesse !!!




[Bearbeitet am 7-7-2013 von freiBURGer]

[Bearbeitet am 7-7-2013 von freiBURGer]

[Bearbeitet am 7-7-2013 von freiBURGer]
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