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Burg Gnandstein / Kohren-Sahlis - Sachsen
Infoseite


Parkmöglichkeiten
Anfahrt:
Gnandstein befindet sich 2 km östlich der B 95 auf halber Strecke zwischen Leipzig und Chemnitz. In der Ortsdurchfahrt Dolsenhain südlich von Frohburg ist Gnandstein ausgeschildert.

Parkplätze:
Großer kostenpflichtiger Parkplatz unterhalb der Burg. Kleiner kostenloser Parkplatz am Ortsausgang, Richtung Kohren-Sahlis.
Eintritt
Öffnungszeiten:
Mai - Oktober: Di. - So. 10:00 - 18:00 Uhr
Januar: nur Sa. - So. 10:00 - 16:00 Uhr
Februar - April und November: Di. - So. 10:00 - 17:00 Uhr
Dezember: Di. - Sa. 10:00 - 16:00 Uhr

Feiertage sind gesondert anzufragen.

Eintrittspreise:
Erwachsene: 2,30 €
Ermäßigte: 1,30 €
Kinder: 0,50 €
Familien: 4,35 €

Führungsgebühren:
Gruppen: 15,50 €
Gruppen ab 10 Personen: je 1,30 €
Gruppen außerhalb der Öffnungszeiten: 52,00 €

Behindertengerecht eingeschränkt zugänglich.

Gastronomie
Burggaststätte und weitere Einkehrmöglichkeiten im Ort.
Übernachtungsmöglichkeiten
Burghotel
weitere Infos

Die Burg Gnandstein liegt auf einem Felssporn über dem Tal der Wyhra. Die höher gelegene Osthälfte der Burg ist die als die ursprüngliche Kernburg anzusehende Turmhofumbauung aus der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts und gilt als die besterhaltene romanische Wehranlage in Sachsen. Von der östlichen Angriffsseite her wird der Burghof von einem in den Fels eingetieften Halsgraben, einem Zwinger und dem schildmauerartig aufragenden östlichen Bereich der Ringmauer geschützt. Zum ursprünglichen Baubestand gehören der Saalbau/Palas, bedeutende Reste des Zwingers und der Ringmauer sowie ein vermuteter Wohnturm, der in den späteren Kemenatenbau integriert wurde. Der Bergfried (heute 33 m hoch) wurde um 1250 als letzter Baukörper in den Burghof gestellt und bildete damit den Abschluss der 1. Bauphase. In Sachsen einzigartig erhalten sind der ursprünglich dreigeschossige Saalbau/Palas mit seinen Drillingsfenstern, erbaut um 1220 sowie der frühe Zwinger aus der Zeit um 1230/40.
Ab dem Ende des 14. Jahrhunderts und mit der Übernahme der Burg durch die Familie von Einsiedel am Beginn des 15. Jahrhunderts gingen bauliche Veränderungen einher, deren Höhepunkt mit der geschlossenen Umbauung des niedrigeren westlichen Burghofes unter Einbeziehung einer älteren Ringmauer ihren Höhepunkt fanden. Hervorzuheben sind der Südflügel, vor allem aber der Nordflügel, in dem im Erdgeschoss über Wehrkellern die kunsthistorisch wertvolle spätgotische Schlosskapelle mit ihren drei Flügelaltären aus der Werkstatt Peter Breuers integriert wurde. Die Baumaßnahmen des 18. Jahrhunderts dagegen hatten vorwiegend gestalterischen Hintergrund.
Schon 1932 wurden Teile der Burg als Privatmuseum geöffnet, in dem die Familie von Einsiedel adlige Lebenskultur im Wandel der Zeit, aber auch regional- und kulturgeschichtliche Aspekte veranschaulichte. Weitgehend in dieser Tradition präsentiert sich auch heute Burg Gnandstein als ein Objekt, dass zu den Staatlichen Schlössern, Burgen und Gärten Sachsen gehört. Neben dem Erleben hoch- und spätmittelalterlicher Baukunst können u. a. folgende Dauerausstellungen besichtigt werden: Gnandstein - Burg zwischen der Mark Meißen und dem Pleißenland, Christliche Kunst in Gnandstein, Schaumagazine zu den Familienbeständen derer von Einsiedel (Gebrauchsgegenstände, Kleinkunst, Münzen, Waffen) oder die "Sammlung Groß", eine großzügige Schenkung aus einer bürgerlichen Sammlung von Plastiken, Gemälden, Möbel, Porzellan, Schmuck und Zinn vom 14. bis 20. Jahrhundert.

Weitere Informationen: www.burg-museum-gnandstein.de

Literatur
Gerhard Billig/Heinz Müller - Burgen - Zeugen sächsischer Geschichte, 1998
Dieter Walz - Burgentour - Sächsische Burgen an Mulde und Zschopau, 1992 (tw. veraltet)
Simona Schellenberger (Hrsg.) - Burg Gnandstein. Leipzig 2000.


Ansicht der Burg


Historie
Ansichten
Grundrißplan

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