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1248
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verpfändet
der Mainzer Erzbischof das Gebiet um Hirschhorn an eine nicht
namentlich genannte Person.
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um
1250/60
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Errichtung
der Anlage. Festlegungen der Zeit begründen sich aufgrund
der Schildmauer und der Reste des ersten Wohnbaus mit einem
frühgotischen Fenster. Als Bauherren kommen die Ritter
von Hirschhorn und ein Steinacher Ritter (Neckarsteinach) in
Frage.
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1270
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erste
urkundliche Erwähnung eines Johann I. von Hirschhorn, ein
Sohn des Conrads "Rumpoldus" von Steinbach. Er hat
sich nach der von ihm und seinem Vater erbauten Burg Hirschhorn
genannt.
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1318
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erste
urkundliche Erwähnung der Burg.
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1345
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Weihe
der Burgkapelle.
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1363/64
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wurde
er wegen einer Erbforderung von seinem Schwager Burghard Sturmfelder
in eine Fehde verwickelt.
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seit
1364
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ist
die Anlage, welche als Mainzer Lehen vergeben wurde, Kernbesitz
der Ritter von Hirschhorn
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Im
14./15.Jh.
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entwickelte
sich das Adelsgeschlecht zu dem bedeutestenden und einflussreichsten
Adelsgeschlecht des Neckar-Odenwald-Raums.
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1361
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starb
Engelhard I. In seinem Testament vermachte er seinen Töchtern
große Geldsummen. Auch seine Witwe wurde großzügig
ausgestattet. Zudem gab es erhebliche Zuwendungen an die Kirche.
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6.10.1364
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kam
es zur Schlichtung. Am gleichen Tag wurde die erste Lehensurkunde
für die Burg Hirschhorn und die zugehörigen Besitzungen
ausgeschrieben. In dieser wurden auch die Erbschaftsgelegenheiten
mit den Geschwister geregelt. Der Verlust der Pfandschaft brachte
ihm Schwächung seiner Position und ein Wegfall nicht unerheblicher
Einnahmen. Engelhards streben nach Eigenständigkeit wurde
zum Interessenkonflikt mit dem führenden Karl IV., der
in seiner Politik darauf bedacht war, die territorialen Bestrebungen
des Pfalzgrafen einzuschränken.
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1364/65
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Die
Weigerung des Hirschhorner, seiner Mutter das ihr testamentarisch
zustehende Erbe, darunter Burg Neckarelz mit Zubehör, zu
überlassen, war nun äußerer Anlass, gegen den
Hirschhorner die Reichsacht auszusprechen und ihn damit auszuschalten.
Dadurch konnte Engelhard I seine Pfälzer Lehen nicht einfordern
und hatte sie nach dem Spruch des 1365 einberufenen Pfälzer
Lehensgericht verwirkt.
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Um
1370
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mit
der Gefangennahme des Hirschhorners wurde an ihm auch die Reichsacht
vollzogen. Vermutlich wurde der Reichhartshäuser Zehnt
vom Pfalzgrafen unter militärischer Gewalt eingenommen,
bevor Engelhard I an seinen Schwiegervater ausgehändigt
wurde.
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1367
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hatte
Kaiser Karl IV. Pfalzgraf Ruprecht die Erlaubnis zur Auslösung
des jetzt als Pfandschaft bezeichneten Zehnt gegeben.
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1383
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wurde
die Reichsacht des um 1377 verstorbenen Engelhards aufgehoben.
Engelhards Frau, Magarethe von Erbach, konnte durch Einschränkung
der Hofhaltung Teile des verbliebenen Besitzes bewahren und
den Wiederaufstieg des Geschlechtes unter ihren Söhnen
ermöglichen.
Albrecht trat in den Dienst des Mainzer Erzbischofs, Konrad
wurde Domherr zu Mainz und Speyer. Eberhard und Hans V. schlossen
sich dem Pfalzgrafen an.
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1391-1398
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war
Hans Hofmeister des Pfalzgrafen. Ihm unterstand die Organisation
und Beaufsichtigung der Hofhaltung. Sein Amt verlieh ihm die
Stellung als oberster Richter nach dem Landesherrn.
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1400
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wurde
der Pfalzgraf Ruprecht deutscher König und nahm seine Räte
in den königlichen Dienst, so auch Hans. Hans war der weltliche
Rat des Königs. Die Ehe mit Iland Rhein- und Wildgräfin
von Dhaun verdeutlicht die gesellschaftliche Stellung. Hans
führte in den folgenden Jahren wichtige Verhandlungen des
Königs mit und für ihn aus. So auch bei der Heirat
des Pfalzgrafensohnes Ludwig mit der englischen Prinzessin Blanka
und bei der Heirat der Pfalzgrafentochter Elisabeth mit Friedrich
von Österreich. Hans war Geldgeber des König Ruprechts,
nicht ohne entsprechende Gegenvergünstigungen zu erhalten.
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1391
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gründete
Hans mit seinen Brüdern die Stadt Hirschhorn. Parallel
mit der Errichtung der Stadtwehr wurde die untere Vorburg angebaut.
Einige Jahre später erfolgte der Umbau der oberen Vorburg
sowie die Modernisierung und Erweiterung der Zwingeranlage.
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1403
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stifteten
die Brüder das Karmeliterkloster.
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1413
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verlieh
Ruprechts Sohn, Pfalzgraf Ludwig, aufgrund der Verdienste um
die Pfalz, den Hirschhornern das Erbtruchsessenamt der Kurpfalz.
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1403
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erwarben
sie die Herrschaft Zwingenberg.
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1422
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waren
die Umbaumaßnahmen weitgehend abgeschlossen.
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1426
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starb
Hans.
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15.Jh.
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bahnte
sich eine Finanzkrise an, welche zur Verpfändung des Hirschhorner
Besitz führte. Ausschlaggebend war ein von Hans V. an den
Würzburger Bischof vergebenes Darlehens von 15.000 Gulden,
das nicht vereinbarungsgemäß zurückgezahlt wurde.
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1438
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nahm
der Sohn Hans VI. den Bischof gefangen, was aber nicht half.
Erst nach Verhandlungen und Bürgschaften über die
Rückzahlungen ließ man ihn frei. Die Abmachungen
wurden aber nicht erfüllt und zogen weitere Auseinandersetzungen
nach sich.
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1474
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kam
es deshalb zum Verkauf der Herrschaft Zwingenberg an den Pfalzgrafen,
um eine Entlastung zu schaffen.
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1503-05
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verlief für die Pfalz der Landshuter Erbfolgekrieg schlecht,
was den Rückkauf der Herrschaft Zwingenberg durch den Urenkel
Hans VIII ermöglichte.
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Ende
15./
Anfang 16.Jh.
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wurde
zwischen dem jetzigen Außentor der oberen Vorburg und
dem äußeren Zwinger ein halbrundes Bollwerk errichtet.
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Im
16.Jh.
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strebten
die Herren von Hirschhorn eine einheitliche Verwaltung an. Verschiedene
Gerichtsordnungen sowie kaiserliche Gerichtsprivileg verschafften
ihnen umfangereiche Hoheitsrechte und Reichsunmittelbarkeit.
Das Jahrhundert war geprägt durch die Reformation, der
sich die Ritter ab 1526 anschlossen und die von Hans XI in seinen
Ortschaften eingeführt wurde.
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Ende
16.Jh. /
Anfang 17.Jh.
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fanden Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen an der Kernburg
statt, um einen größeren Wohnkomfort zu erhalten
und der Burg einen Schlosscharakter zu verleihen.
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1632
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mit
Friedrich von Hirschhorn starb das Geschlecht aus. Somit fiel
das Lehen an den Mainzer Erzbischof zurück. Der Erzbischof,
selbst in Nöten, verpfändete Hirschhorn mit der Burg
an den kurkölnischen Kämmerer Rudolf Baltz von Frentz.
Der die durch den Krieg ruinierte Pfandschaft rückgängig
machen wollte, was aber abgelehnt wurde. So unternahm man nichts
zum Erhalt der Anlage. Daraufhin erfolgte auch der schnelle
Verfall der Anlage.
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1802/03
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kam
das Schloss in den Besitz der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt.
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1815
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wurde der alte Torturm zusammen mit dem baufälligen Palasgebäudes
abgebrochen.
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1816
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wurde glücklicherweise der Vorschlag für den Abbruch
der Anlage nicht durchgeführt.
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1884/86
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erfolgten
die Instandsetzungsmaßnahmen.
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Ab
1959
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Umbau
zum Schlosshotel.
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