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Wann die Burg errichtet wurde, ist nicht hinreichend geklärt.
Es wird vermutet,
1350 - Die Erbauung der Burg steht im engen Zusammenhang mit der Gründung der Freigrafschaft Rietberg?
1428 - 1472 - Dass erst während der Regierungszeit des Rietberger Grafen Konrad, ein „Hof zur Holte“ als wichtiges Mittel zur Durchsetzung territorialer Herrschaft im Norden der Grafschaft zu einem festen herrschaftlichen Haus ausgebaut wurde?
1529 - Wurde das „Haus Holte“ erstmals urkundlich erwähnt, als der Mayer zu Barkhausen Ländereien an die Rietberger Grafen verkaufte.
Nahezu zeitgleich entwickelte sich ein Erbstreit um den Besitz der Burg.
1541 - In einer Urkunde legt der hessische Landgraf Philipp, der zu jener Zeit Lehnsherr der Region war, fest, dass Otto von Rietberg und nicht sein Stiefbruder Johann das Erbe der Burg antreten durfte.
Otto konnte sich seines Besitzes jedoch nicht lange erfreuen, denn schon sechs Jahre später verlor er im Schmalkaldischen Krieg Burg und Herrschaft.
So konnte der zunächst vom Erbe ausgeschlossene Johann von Rietberg die Burganlage und die Alleinherrschaft in der Grafschaft übernehmen.
Johann, den man auch den „Tollen“ nannte, erwies sich aber nicht als besonders fähiger Regent.
Sein eigener Sekretär Otto von Willen, dessen Bruder Johann von Rietberg aus fadenscheinigen Gründen hatte hinrichten lassen, zettelte eine Revolte gegen den Rietberger Grafen an.
Otto von Willen suchte und fand Helfer gegen Johann.
Seine Plünderschar setzte der Rietberger Grafschaft und seinem Herrscher sehr zu und zog sich nach jedem Überfall auf lippisches Gebiet zurück.
Graf Johann nahm dies nicht lange hin und griff seinerseits lippisches Territorium an.
So ließ er beispielsweise die Burg Lipperode überfallen und plündern.
Es sollte sich jedoch bald herausstellen, dass er sich dadurch mit einem ihm militärisch bei weitem überlegenen Gegner angelegt hatte.
Spätherbst 1556 - Eroberten Truppen Bernhard's von der Lippe zunächst Burg Holte und brannten sie nieder. Dann fiel auch die Residenz in Rietberg.
Graf Johann wurde am 02. Juni 1557 gefangen genommen und verstarb 1564 in Kölner Haft.
Burg Holte blieb in Trümmern liegen und wurde zur Ruine.
1608 - Begann Graf Johann von Ostfriesland, der mit Sabina Catharina von Rietberg verheiratet war, mit dem Wiederaufbau der Ruine als Jagdschloss.
1616 - Fand der Wiederaufbau seinen Abschluss. In welchem Ausmaß dabei das Mauerwerk der Ruine in den Schlossbau einbezogen wurde, bedarf noch der Klärung durch Fachleute.
Nach dem 30-jährigen Krieg - Ließen Graf Johann und seine Frau Anna Catharina von Salm-Reifferscheidt eine neue Kapelle in der Schlossumwallung errichten. 1654 - Wurde die Kapelle geweiht.
1664 - Wurde der gedrungene Hauptbau umfassend umgebaut. Wahrscheinlich wurden erst jetzt die den Bau so unverwechselbar machenden wuchtigen Türme errichtet und das Schloss erhielt annähernd seine heutige Gestalt.
In der Folgezeit diente das Schloss Holt, wie Schloss Rietberg, den Grafen von Kaunitz-Rietberg nicht mehr als herrschaftlicher Wohnsitz oder zur Jagd, sondern wurde fast nur noch wirtschaftlich genutzt. Im Herrenhaus und in den Wirtschaftsgebäuden lebten Forstbeamte, Landvögte, Wildhüter und andere Bedienstete.
22. September 1822 - Verkaufte Fürst Aloys von Kaunitz Schloss Holte an Friedrich Ludwig Tenge. Dieser ließ es für seinen Schwiegersohn Julius Meyer als Wohnung ausbauen und renovieren.
Zwischen 1843 und 1846 - Bildete sich um Julius und Hermine Meyer auf Schloss Holte ein enger Besuchs- und Diskussionszirkel politischer Oppositioneller aus verschiedenen Teilen Deutschland.
1848 - Im Revolutionsjahr starb mit Aloys von Kaunitz der Letzte des Rietberger Grafengeschlechts.
Im selben Jahr nahmen aufgebrachte Bayern Carl Friedrich Tenge als Geisel und führten ihn auf ihren Protestzug gegen seinen Vater Friedrich Ludwig Tenge nach Niederbarkhausen.
Der Familie Tenge gelang es aber trotz aller Unbilden der Zeit bis zum heutigen Zeitpunkt im Besitz des Schlosses Holte zu bleiben, welches privat genutzt der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist.
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