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Durch
archäologische Ausgrabungen wurde nachgewiesen, dass der
markante Burgberg von Landsberg bereits zu slawischer Zeit befestigt
war. Geringe Reste einer Umwallung lassen sich noch im Gelände
feststellen.
Im 12.
Jh. gehörte Landsberg den Wettinern. Als Konrad der Große
von Meißen sich 1156 in das Kloster auf dem Petersberg
zurückzog, teilte er seine Besitzungen unter seinen drei
Söhnen auf. Dietrich III. erhielt das Osterland, zu dem
Landsberg gehörte. 1174 wird Dietrich urkundlich als "Comes
de Landsberc" erwähnt. Mithin wird die Burg zu diesem
Zeitpunkt fertiggestellt oder mindestens im Bau gewesen sein.
Dietrich gehörte dem engen Umfeld von Kaiser Friedrich
Barbarossa an. So nahm er am Italienfeldzug 1176/77 und an den
Friedensverhandlungen in Venedig teil. Die enge Bindung zum
Kaiser erklärt auch die Bauform der Burgkapelle. Doppelkapellen
wurden nur im engen Umfeld des staufischen Kaiserhauses gebaut.
Man nimmt an, dass die Burg 1184, im Todesjahr Dietrichs, fertig
gestellt war. Als bedeutendem Machthaber hatte Dietrich mit
hoher Wahrscheinlichkeit Bauten in seiner Burg errichten lassen,
die dem hohen künstlerischen Niveau der Burgkapelle entsprachen.
Eine
Blütezeit erlebte Landsberg, als es unter den Markgrafen
Dietrich des Weisen und dessen Sohn in der 2. Hälfte des
13. Jh. als ständige Residenz des wettinischen Territorialfürstentums
Landsberg diente. Mit dem Übergang der Markgrafschaft an
den Markgrafen von Brandenburg 1291 begann der Verfall der Burg,
da an der Residenz kein Interesse mehr bestand.
Kurz
vor dem Dreißigjährigen Krieg wurde der Zustand der
Burg als "jetzo ganz desoliert" beschrieben. Allein
die Kapelle befand sich in gutem Zustand. Beschädigungen
im Dreißigjährigen Krieg und wilde Schatzgräberei
im 18./19. Jh. machten 1860 durchgreifende Restaurierungsarbeiten
an der Kapelle nötig. Seit 1990 erfolgte eine neuerliche
umfassende Restaurierung.
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