Wappen von Leisnig
Burg Mildenstein / Leisnig - Sachsen
Infoseite


Parkmöglichkeiten
Anfahrt:
Über die A14 bis zur Anschlußstelle Leisnig. Von dort ist der Weg ausgeschildert. Der Weg zur Burg und zum Parkplatz ist ebenfalls ausgeschildert.

Parkplätze:
Kostenlose Parkmöglichkeit unterhalb der Burg
Eintritt
Öffnungszeiten & Eintrittspreise
siehe www.burg-mildenstein.de

Behindertengerecht eingeschränkt zugänglich.

Gastronomie
Gaststätten vor der Burg
Übernachtungsmöglichkeiten
Übernachtung auf der Burg nicht möglich.
weitere Infos

Der seit frühgeschichtlicher Zeit besiedelte Sporn über der Freiberger Mulde fand erstmals 1046 als Bestandteil der Burgwardorganisation im deutschen Markengebiet Erwähnung. 1084 vergab Kaiser Heinrich IV. die Burg an den im Altsiedelgebiet etablierten Grafen Wiprecht von Groitzsch. Aus der Zeit um 1100 könnte auch die romanische Burgkapelle stammen.
Im Jahre 1188 urkundete Kaiser Friedrich Barbarossa in Leisnig. 30 Jahre zuvor hatte er Burg und Zubehör als Reichsgut erneuert. Sichtbare Zeugnisse dieser Epoche sind die Tore in die Vor- und Hauptburg, Teile der Ringmauer sowie der Bergfried. Leisnig war Tafelgut des Römischen Königs. 1329 geriet die Burg unter markgräfliche Lehnshoheit, 1365 endgültig in das Eigentum der Markgrafen von Meißen. Ab dem ausgehenden 14. Jahrhundert wurde die Burg unter Markgraf Wilhelm I. grundlegend für repräsentative Zwecke - Vorderschloss (sog. Kornhaus) und Pagenhaus entstanden - umgebaut, als Residenz aber nie genutzt und verblieb als wettinischer Amtssitz in relativer Bedeutungslosigkeit. Seit dem 15. Jahrhundert setzte sich der Burgname Mildenstein durch. 1706/07 wählte der polnische Gegenkönig zu August dem Starken, Stanislaw Leszczynski, Burg Mildenstein als Aufenthaltsort. Im 18. und 19. Jahrhundert befanden sich in der Burg Amtsgericht, Gefängnis und Beamtenwohnungen. Ab 1798 legte die Familie Mirus um den Burgberg einen romantischen Park an, als dessen bedeutendster Teil die qualitätvolle Ruinenarchitektur mit Felsentunnel aus dem Jahr 1866 anzusehen ist. 1890 begann die museale Nutzung der Burg durch den Leisniger Geschichts- und Altertumsverein. Heute beherbergt die Burg Mildenstein Ausstellungen zur Burggeschichte sowie zum Amts- und Gefängniswesen vom späten Mittelalter bis in das 19. Jahrhundert.

Weitere Informationen unter www.burg-mildenstein.de

Literatur
Manfred Kobuch - Leisnig im Hochmittelalter, in: Burgenforschung aus Sachsen 8, 1996.
Gerhard Billig - Zur topographischen Situation der Burg Leisnig in staufischer Zeit, in: Burgenforschung aus Sachsen 8, 1996
Christine Wieczorek - Ergebnisse der archäologischen Untersuchung an der Burg Leisnig, in: Burgenforschung aus Sachsen 8, 1996
Christian Schaetz/Donatus Bönsch - Beiträge zur Entwicklungsgeschichte der Burg Mildenstein, in: Burgenforschung aus Sachsen 8, 1996
Steffen Delang - Denkmalpflege an der Burg Mildenstein in Leisnig, in: Burgenforschung aus Sachsen 8, 1996
Dieter Walz - Burgentour, 1992 (tw. veraltet)
Gerhard Billig/Heinz Müller - Burgen - Zeugen sächsischer Geschichte, 1998


Ansicht der Burg vom Galgenberg


Historie
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Grundrißplan

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