|
zwischen 1310 und 1320 Bau der Anlage.
1320 wird erstmalig der Rahdener Drost, der Hardecke von Engelingsborstel genannt.
Wegen ständiger finanzieller Not wurde die Burg mehrmals verpfändet. Einige der Pfandinhaber waren u.a. Angehörige der Familien v. Gesmele, v. Hoya, v. Berge, v. Diepholz, v. Schele, v.d. Bussche, v. Buck, v. Klencke, v. Halle und v. Münchhausen.
Bei jeder Pfandschaft der Burg fielen dem Pfandinhaber auch sämtliche Hoheitsrechte zu. Aus diesem Grund wurde oft versucht, mit dem Besitz eigene landesherrschafliche Pläne durchzusetzen, so dass die Burg immer wieder mit List oder Gewalt zurückgewonnen werden mußte.
1350 Rückeroberung der Burg während einer Fehde..
1415 Eroberung der Burg durch List.
1419 wurde die Burg erstürmt und in Brand gesetzt.
1519 Die Burg wurde erobert und weitestgehend niedergebrannt.
1539 Die Anlage wurde im Sturm eingenommen.
1391-1395 waren die Familie v.d. Bussche die Pfandinhaber der Anlage.
1649 Im Westfälischen Frieden ging die Burg an Brandenburg.
Die Anlage diente zu dieser Zeit, wie auch schon zuvor in bischöflicher Zeit, als landwirtschaftliches Vorwerk.
1647 wurden auf der Burg 59 Rinder und 318 Schafe gehalten.
1711 wurden in der Nähe der Burg ein Amtshaus (Neue Amtshaus), 2 Wirtschaftsgebäude und ein Gefängnis errichtet. Die Steine der Grundmauern wurden von den abgebrochenen Türmen der Burg gewonnen.
1829 kaufte die Rahdener Familie Bock das "Neue Amtshaus" und kam dadurch auch in den Besitz der Burg.
1882/83 errichteten sie an der Stelle des "Neuen Amtshauses" das Schloß Bock (heute Alterpension).
Im Winter 1878/79 brannte die Burg, die durch die Famlie Schwarze und Schunicht bewohnt war, ab. Es blieben nur die Außenmauern des "Schlosses" stehen, die heutige Ruine.
(Quelle: Bretthauer - Die Rahdener Burg. Rahden, o.A.)
|