| Schloss Rochlitz / Rochlitz - Sachsen |
Historie
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995 - Erste Erwähnung des Namens "Rochilinze". Das Vorhandensein einer Burg als Burgwardmittelpunkt seit der zweiten Hälfte des 10. Jh ist wahrscheinlich. 1009 - Durch Thietmar von Merseburg erfolgt die erste direkte Erwähnung einer Burg. 11. Jh. - Die Burg ist mehrfach Aufenthaltsort deutscher Könige und Kaiser. um 1115 - Erster Baubestand nachweisbar (sog. Wohnturm I). Eine große, mehrgliedrige Burg mit Vor-, Kernburg und zwei Suburbien ist anzunehmen. 1143 - Rochlitz geht in wettinischen Besitz über. 1156 - Der vierte Sohn des verstorbenen Markgrafen Konrad, Dedo, erbt die Herrschaften Groitzsch und Rochlitz. Burg Rochlitz wird darauf hin ausgebaut (nachweisbar Palas, Torturm mit Torkapelle bis 1175/76) und Hauptsitz der neuen wettinischen Grafschaft (bis 1210). bis Mitte 13. Jh. - Weitere Bauaktivitäten im nordöstlichen Bereich der Kernburg (Vorgänger Querhaus). letztes Viertel 14. Jh. - Unter der Hofhaltung Markgraf Wilhelm I. erfolgt ein umfassender Ausbau zum Schloss (beide Westtürme, gedeckte Wehrgänge, Ost- und Westtor, Fürsten-Querhaus-Komplex, Schlosskapelle, Umbauten Südflügel). ab 1470 - um 1500 - Zweite gotische Bauphase (vor allem Umbau Fürsten-Querhaus-Komplex, Schlosskapelle). 1588/89 - Durchgreifende bauliche Instandsetzungen. Dreißigjähriger Krieg - Kriegsbeschädigungen, Brand des Unterschlosses (Abriss 1717). 18. Jh. - Bedeutungsverlust und bauliche Vernachlässigung. 1852 - 1990/91 - Schloss Rochlitz wird als Untersuchungshaftanstalt genutzt. 1995 - Schloss Rochlitz wird Staatlicher Schlossbetrieb des Freistaates Sachsen Quellen: Udo Baumbach: Schloss Rochlitz, 1995; Stefan Reuther: Der Um- und Neubau des Schlosses Rochlitz von 1375 bis 1400. in: Jahrbuch der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen 11, 2003 (2004); Ingolf Gräßler/Stefan Reuther: Bauhistorische Untersuchungen im Schloss Rochlitz - Forschungsbericht 2004/05. in: Burgenforschung aus Sachsen 18, 2005. |
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