| Burg Schnellerts / Fränkisch Crumbach - Hessen |
| kein direkter Parkplatz in der unmittelbaren Nähe der Ruine Parkmöglichkeit oberhalb der Ferienhaussiedlung oberhalb von Stierbach, dann Fußweg ca. 20 Minuten, im letzten Abschnitt recht steil |
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| jederzeit frei zugänglich | |
| Hotel-Restaurant "Schnellertshof" in 64395 Niederkainsbach-Stierbach, Erbacher Straße 100, Tel.: 06161-2380, weitere Gasthöfe in der Umgebung. |
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| Übernachtung auf der Burg nicht möglich | |
| An der Einmündung des Kainsbach- in das Gesprenztal
erhebt sich an dessen östlichem Talrand der 350 Meter hohe "Schnellerts". Die nach allen Seiten gleichmäßig abfallende,
bewaldete Bergkuppe aus Gneis trägt eine Burgruine, über die keinerlei urkundliche Überlieferung existiert.
Nicht einmal der Name der Burg ist bekannt. Um so mehr wurde der "Schnellerts" Gegenstand von Sagen, deren bekannteste die vom
"Schnellertsherrn" ist, der mit dem "Wilden Heer" bei Kriegsgefahr erwacht und durch die Lüfte zur Ruine der
Burg Rodenstein bei Fränkisch-Crumbach fährt. Durch den ehrenamtlichen Einsatz der Mitglieder der Forschungsgemeinschaft Schnellerts (FGS) e. V. wurden die ausgegrabenen Mauerteile gesichert und vorbildlich restauriert. Eine archäologische Nachgrabung erfolgte 1991. Die Grabungsfunde können im "Schnellertsmuseum", Museum Brensbach, Höchster Straße 3, 64395 Brensbach, besichtigt werden, Öffnungszeiten: erster Sonntag im Monat, 14-16 Uhr, Eintritt frei. Literatur: Christoph Krauskopf: Archäologische Ausgrabungen in der Burgruine Schnellerts (Magisterarbeit) , scripvaz Verlag Bamberg 1995. |
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| Archäologische Information: Durch archäologische Ausgrabungen seit 1976 wurde nicht nur das Burgareal erforscht, sondern auch deren zeitliche Einordnung ermöglicht. Die Im Grundriß sechseckige Anlage entstand im späten 13. Jahrhundert. An der steileren Westflanke des Berges war der Zugang mit einem Torhaus, gegenüber an der etwas flacheren Ostseite sicherte ein runder Bergfried und eine verstärkte Schildmauer die Wehranlage. Um die Wehrmauer ist im Gelände noch gut der ehemalige Burggraben erkennbar. An die Außenmauern lehnte sich eine Randbebauung, teilweise in Fachwerkbauweise. Mitten im Burgareal stand ein weiterer Bau, in dessen Bereich u. a. das Bruchstück einer Glocke gefunden wurde. Brandspuren (Hüttenlehm) und Waffenfunde deuten auf eine gewaltsame Zerstörung der Burg "Schnellerts" im frühen 14. Jahrhundert hin. Nach der Datierung der Ruine vermuten Historiker, daß die kleine Burg auf dem Schnellerts als Sitz eines nachgeordneten Lehnsmanns in den Auseinandersetzungen zwischen den Herrn von Breuberg, Crumbach-Rodenstein und Erbach eine Rolle gespielt haben mag. In einer der Auseinandersetzungen zwischen diesen Herrschaften wird sie denn auch ihr Ende gefunden haben. |
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| Christof Krauskopf - "...davon nur noch wenige rutera zu sehen seyn sollen..." Rudolf Knappe - Mittelalterliche Burgen in Hessen |
