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1471
errichtete der Ordensmeister Wolthus von Herse die Burg
Toolse zum Schutz gegen Seeräuber und um die Sicherheit
zwischen dem Hafen und Wesenberg zu gewährleisten. Als
Reformator legte er besonderen Wert auf die Verteidigung des
Landes. Die Tolsburg sollte einen wichtigen Hafen der Nordküste
schützen. In vorgeschichtlicher Zeit soll sich hier bereits
eine estnische Burg befunden haben. Toolse wurde in Eile aufgebaut.
Um die Burg so schnell wie möglich fertigzustellen, wurden
viele Bauern aus den umliegenden Gegenden zusammengetrieben.
Die Burg erhielt den Namen "Vredeborch", doch sie
brachte keinen Frieden. Die Reformen entfachten eine Opposition
im Orden und Herse wurde getötet.
Sein
Nachfolger Bernd von der Borch gab der Burg den Namen "Tolesborch"
nach dem estnischen Namen des betreffenden Küstengebietes.
Von 1492 bis
1558 sind 6 Vögte bekannt. 1558
wurde die Burg zunächst von den Moskowitern und Tataren erobert, am
8. März desselben Jahres jedoch von Pontus de la Gardie
eingenommen.
Im 17.Jahrhundert gehörte die Anlage den Herren von Wrangell, im
18. und 19. Jahrhundert den Herren von Rennenkampf und Baron
Girard de Soucanton.
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