Wappen
Rheinland-Pfalz - Burg Waldeck Historie


1124

erstmalige Erwähnung eines Konrad von Waldeck der im Auftrag der Bopparder Bürger das neu errichtete Kloster Marienberg in Trier Heinrich V. übergibt.

1242

Die Ritter Heribert, Udo (Rudolf) und Winand von Waldeck tragen ihre Burg Waldeck für 200 Mark kölnischer Pfennige dem Kölner Erzstift zu Lehen auf, gegen eine jährliche Rente von 12 Fuder Wein.

1250

Bau der unteren Burg durch Rudolf von Waldeck.

1325

Erster bekannter Burgfrieden indem das Zusammenleben der verschiedenen Miteigentümer (Ganerben) der Burg geregelt wurde. Neben dem Geschlecht der Waldecker, das sich in drei Linien aufspaltete (windandsche, rudolfsche und boos´sche Linie) waren u.a. die Familien derer von Winningen, Metzenhausen, Sabershausen und die Pfalzgrafen (seit 1398) Ganerben der Burg.

1331-36

Eltzer Fehde.

1331

Die Ritter der Burgen Eltz, Waldeck, Ehrenburg und Schöneck schließen ein Schutz- und Trutzbündnis und verpflichten sich 50 gewappnete Reiter aufzustellen. Erzbischof Balduin, gegen den das Bündnis gerichtet war, bezwingt die Ritter durch den Bau von Gegenburgen (Trutzeltz und Rauschenburg).

1361

Die Brüder Johann und Emmerich von Waldeck öffnen dem Pfalzgrafen Ruprecht die Burg wobei sie aber ausdrücklich betonten, dieser möge die Burg nicht gegen den Erzbischof von Köln als ihren obersten Lehnsherrn benutzen.

1370

Johann IV. Boos von Waldeck (1370+) heiratet Else von Montfort. Der Ur-Urenkel dieses Ehepaares, Simon Boos von Waldeck, erhielt 1480 die Ruine Montfort (Nahegebiet) als Erblehen. Fortan nannten sich die Nachkommen "Boos von Waldeck und Montfort".

1398

Pfalzgraf Ruprecht erobert die Burg, nachdem Johann Boos von Waldeck der Junge sich an Land und Leuten des Pfalzgrafen vergangen hatte. Im Friedensschluss vom 29.März 1398 wurde Ruprecht zugebilligt, den neuen Turm ,,auf dem Halse" (also auf der Oberburg) besetzt zu halten. Somit wurde der Pfalzgraf Miteigentümer der Burg und Waldeck Sitz des pfalzgräflichen Amtmannes über Gondershausen.

1469

Letzte Belehnung durch Kurköln. Seit dieser Zeit galten Burg und Herrschaft Waldeck als reichsunmittelbar, zugehörig zum Kanton Niederrhein der Reichsritterschaft.

1557

Neben den Boos von Waldeck sind nur noch zwei Familien an der Burg beteiligt (v. Metzenhausen und die Pfalzgrafen).

1689

Waldeck wird von den Franzosen zerstört. Die Freifrau von Boos, die zu dieser Zeit hochschwanger war, versuchte mit einem Fußfall vor dem französischen Kommandeur Marquis de Créquis die Burg retten. "Sie erwürckte aber hierdurch bei dem Widerich und Unmenschen nicht mehr, als eine Ausräumenszeit von drei Tagen" wie es in zeitgenössischen Quellen heißt.

1720

Oberstallmeister Wilhelm Lothar Freiherr Boos von Waldeck, der in Koblenz wohnte, ließ einen Sommersitz auf der Unterburg errichten.

1833

Die Boos von Waldeck verkaufen ihre gesamten Besitzungen im Rheinland, somit auch das neuerbaute Schloss Waldeck.

1850

Die Werksteine und sonstiges brauchbares Material des Schlosses werden entfernt und zum Aufbau des Petershäuser Hofs verwendet. Damit wurde das Bauwerk zur Ruine.


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